Bildung Primitivanlage I
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Primitivanlage
Um diese Prozesse zu verstehen, konzentrieren wir uns in der Folge auf eine Schnittbetrachtung der Keimscheibe bzw. auf eine Ansicht von schräg oben (Epiblastenseite, von Amnionhöhle aus gesehen). Hier zunächst eine prinzipielle Beschreibung der Primitivstreifenbildung, sie wird auf den folgenden Seiten genauer ausgeführt:
Der Primitivstreifen entsteht ab d15 durch Konzentration epiblastischer Zellen in der Mittellinie der Keimscheibe (Zellmigration und Zellteilungen; die Zellverdichtung repräsentiert den Primitivstreifen). Die weitere Differenzierung beginnt am zukünftigen caudalen Ende der Keimscheibe und schreitet in Richtung des zukünftigen rostralen Endes fort. Dadurch werden sowohl die Längsachse des Körpers als auch dessen Seiten (linke, rechte Hälfte) festgelegt.
Der rostrale Pol ist durch einen hohe Proliferationsrate (Zellreichtum) gekennzeichnet, wirft sich etwas auf und wird deswegen als Primitivknoten bezeichnet. In den verdichteten Zellstrang des Primitivstreifens senkt sich exakt in der Medianebene eine Rinne ein, die den Namen Primitivrinne trägt. Am rostralen Ende dieser Primitivrinne, unmittelbar hinter dem Primitivknoten, befindet sich eine punktförmige, unter das Niveau der Primitivrinne reichende Grube, die Primitivgrube. Alle genannten Vorgänge verlaufen dynamisch von caudal nach cranial über einen Zeitraum von etwa 14 Tagen ab.
