Bildung Mesoderm IV
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Primitivanlage
Das Schicksal der cranialen Mesodermzellen lässt sich besser in einer Sequenz von transversalen und sagittalen Schemadarstellungen veranschaulichen:
Das Wachstum der cranial gerichteten Mesodermsäule wird durch starke Zellteilungsaktivität enorm gesteigert. Die so wachsende Mesodermsäule besitzt als zentrales Lumen den Chordakanal, der mit der Amnionhöhle in Verbindung steht. Die ventrale Wand des Chordakanals verschmilzt ab d16 mit dem Entoderm der Medianachse. Unmittelbar nach der Verschmelzung beginnt die AufLösung: dieser gemeinsamen Bodenplatte des Chordakanals durch fusionierende Porenbildung. Ab d17 besteht eine offene Verbindung vom Dottersack-Lumen zur Amnionhöhle durch den sogenannten Canalis neurentericus.
Zum Zeitpunkt d18 ist die Bodenplatte des Chordakanals vollständig verschwunden. Aus der verbliebenen dorsalen Wand des Chordakanals und ihrer frontalen Knospe entwickelt sich durch starke Proliferation der kompakte Strang der Chorda dorsalis. Sie ist der erste Stützapparat des Embryos.
Während dieser Entwicklungsphase lassen sich die Prächordalplatte, die Buccopharyngealmembran und die kardiogene Zone des extraembryonalen Mesoderms (wichtige Materialquelle für die Differenzierung des Herzens) gut erkennen.
