Verknöcherung
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Entwicklung der Wirbelsäule
Auch der Verknöcherungsvorgang eines Wirbels ist ein komplexer Prozess: die Sklerotommatrize aus mesenchymalem Gewebe wird zu einer Knorpelmatrize umgebaut. In dieser Knorpelmatrize finden sich zunächst drei Knochenkeime, ein Knochenkeim ist im Wirbelkörper (enchondral), zwei Knochenkeime sind bilateral symmetrisch um den Pediculus des Wirbelbogens (perichondral) angeordnet. Die pediculären perichondralen Knochenmanschetten beginnen ihre Entstehung auf der Innenseite im Canalis vertebrae.
Die Knochenkeime nehmen an Größe zu und am Ende des ersten Lebensjahres ist der Wirbelbogen weitgehend, der Wirbelkörper großteils verknöchert. Knorpel befindet sich auf den Außenseiten des Körpers und der Processus transversi sowie zwischen den Laminae arcus vertebrae im Bereich des Processus spinosus.
Erst während der Pubertät entwickeln sich in den verbleibenden Knorpelmassen ringförmige Knochenkeime an der Ober- und Unterseite des Körpers sowie in den Spitzen aller Processus. Die verbleibenden Knorpelscheiben zwischen diesen neugebildeten Knochenkeimen und den primären Knochenkernen können als „Epiphysenfugen“ angesprochen werden.
