Entwicklung Schilddrüse II
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Entwicklung der Schilddrüse
- Vielfältige Fehlbildungen betreffen die Schilddrüse, dies nicht zuletzt durch ihren langen Wanderungsverlauf:
- Bei der Agenesie fehlt sie komplett, oder nur 1 Lappen ist ausgebildet (sehr selten).
- Bei der Hypothyreose ist nicht genügend Schilddrüsenmaterial angelegt.
- Im Verlauf des Ductus thyeoglossus kann akzessorisches Schilddrüsengewebe angelegt sein. Dieses muss nicht notwendigerweise humoral aktiv sein.
- Bleibt der Wanderungsprozess aus, so kann eine ektope Schilddrüse am Zungengrund gefunden werden (Linguale Schilddrüse); auch Schilddrüsen in sublingualer Position sind beschrieben.
- Über den gesamten Verlauf des Ductus thyreoglossus treten u. U. Thyreoglossuszysten auf, die sich entzünden und dann die Haut perforieren können (Thyreoglossusfistel).
Schilddrüsenentwicklung in Frontalansicht
Das Oberflächenrelief ist blau eingefärbt, eine Transversalschnittebene in Höhe der Oberkieferwulst ist angedeutet.
Der Transversalschnitt zeigt den Kiemendarm (grün) und die Aufsicht die Kiemenbögen mit den Schlundfurchen (blau). Angedeutet ist zudem die frontale Schnittebene.
Ansicht aus dem Kiemendarm nach ventral. Kiemenbögen und Schlundtaschen sind zu erkennen.
Die Buccopharyngealmembran ist rückgebildet, die Oberkieferwülste verschmelzen mit den medialen Nasenwülsten zum Oberkiefer. Am Mundboden ist der Zungenkörper durch 3 Wülste angelegt.
Am Zungengrund hat sich die Schilddrüsenanlage eingesenkt und beginnt ihren Descensus. Gleichzeitig sind die Zungenwülste verschmolzen und die Trachea- und Epiglottisanlage entwickelt.
Der Descensus bringt die Schilddrüse in ihre endgültige Position. (Bitte laterale Schlundtaschenentwicklung noch nicht beachten.)
