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Embryologie

Äußeres Genitale I

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Entwicklung Äußeres Genitale

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  • Die Bildungsprozesse des äußeren Genitals sind beim Mann von Testosteron und bei der Frau (wahrscheinlich) von Östrogen abhängig. Die Maskulinisierung beruht definitiv auf dem Testosteronüberschuss. Leichte bis starke Verschiebungen im Geschlechtshormon-Angebot können zu entsprechenden Fehlbildungen führen:
  • Hermaphroditismus femininus/maskulinus: Chromosomensatz korrekt, jedoch zu hohes/zu niedriges Angebot an Testosteron -> männliches/weibliches Erscheinungsbild des äußeren Genitals.
  • Testikuläre Feminisierung: maskuliner Chromosomensatz, keine Androgensensitivität -> weibliches Erscheinungsbild.
  • Hypospadie: die Urethraöffnung ist aufgrund von Testosteronmangel bzw. -sensitivität im minderentwickelten Penis unterseitig skrotal genähert.
  • Agenesie des äußeren Genitals: keine Anlage des Genitalhöckers.
  • Epispadie: wohl aufgrund eines zu weit dorsal angelegten Genitalhöckers befindet sich das Ostium uraethrae auf der Oberseite des Penis.

Komplex und dadurch mit vielen möglichen Fehlern behaftetet, ist die Entstehung des äußeren Genitals beider Geschlechter. Um diese Entwicklung zu erklären, beginnen wir mit der bereits bekannten Sequenz der Entwicklung der Keimdrüsen (Ovar, Testis).

Am Ende dieser Sequenz sind zwei Körperöffnungen - noch durch Membranen verschlossen - angelegt. Für die weitere Betrachtung wählen wir den grau unterlegten Bereich der Körperoberfläche und beobachten dessen Schicksal in der weiteren Entwicklung.

Da diese Abbildung der Öffnungen des Urogenitalsystems und des Verdauungstraktes sehr schematisch sind, ergänzen wir diese um eine naturnahe Darstellung.

In der naturnahen Skizze des äußeren Genitals zu d70 finden wir neben den durch Anal- und Urogenitalmembran verschlossenen Endabschnitten der jeweiligen Organe, den unpaaren Wulst des Genitalhöckers (ventral) und die paarig angelegten Labioskrotal-Wülste (lateral). Unmittlebar lateral der Urogenitalmembran findet sich die Urethralfalte.

Um die Entwicklung des äußeren Genitals der beiden Geschlechter im Vergleich zu demonstrieren, werden alle Folgeprozesse in einer Paralleldarstellung von männlichem und weiblichem äußerem Genitale in Aufsicht und als Mediosagittalschnitt erarbeitet.

© 2026 Dr. Senckenbergische Anatomie | Goethe-Universität Frankfurt

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