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Embryologie

Entwicklung männliche Gonade

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Entwicklung Geschlecht

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Der Ductus mesonephricus wird zum Wolffschen Gang, dessen Material als Quelle für den Ductus epididymidis und den Ductus deferens dient. Durch das im männlichen Embryo gebildete Anti-Müller-Hormon wird der Müllersche Gang frühzeitig durch Apoptose zurückgebildet. Nur selten persistieren Relikte in Form der Appendix testis.

Dargestellt ist zu Beginn die indifferente Gonadenanlage.

Die Keimstränge der männlichen Gonadenanlage wandeln sich im Gegensatz zur weiblichen Gonadenanlage zu individuellen schlaufenförmigen Kanälchen, den Hodensträngen, um. Ihr Epithel wird durch die Sertolizellen gebildet. In den Hodensträngen gelegene Urgeschlechtszellen proliferieren in der Fetalzeit sehr stark und lagern sich basal zwischen die Sertolizellen. Im interstitiellen Bindegewebe entwickeln sich die testosteronproduzierenden Leydig-Zellen.

Die Oberfläche der männlichen Gonade wird durch ein typisches Plattenepithel gebildet, aus dem darunterliegenden Blastem entwickeln sich die Tunica albuginea und die Testikularsepten. Die Schlaufenförmigen Hodenstränge bilden an ihren basalen Enden ein Netzwerk von Kanälchen, die später als samenabführende Tubuli das Rete testis ausbilden. Die Spermatogonien stellen ihre Proliferation bereits vor der Geburt ein und verharren bis zur Pubertät um sich dann durch Mitose weiterhin stark zu vermehren.

Das Rete testis verbindet sich mit einigen wenigen persistierenden Tubuli des Mesonephros; diese werden zu den Ductuli efferentes als Überleitung zum Wolff’schen Gang (früherer Ductus mesonephricus), der die samenabführeneden Wege ausbildet: im Nebenhoden den Ductus epididymidis und im Funiculus spermaticus den Ductus deferens.

© 2026 Dr. Senckenbergische Anatomie | Goethe-Universität Frankfurt

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