Zusammenfassung
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Entwicklung Geschlecht
In der Zusammenfassung zeigen wir die Animation der Gonadenentwicklung ohne Unterbrechungen, um den Gesamtkomplex der vielfältigen Differenzierungsprozesse erfassen zu können. Interessant ist es, dass trotz der komplexen Vorgänge bei der Entwicklung der Gonaden relativ wenige Fehlentwicklungen auftreten – die meisten genitalen Fehlentwicklungen betreffen die genitalen Gangsysteme und das äußere Genitale. Unter den gonadalen Fehlentwicklungen ist der echte Hermaphroditismus, Herma- phroditismus verus, zu nennen. Er kommt zu 70% bei 46, XX, zu 20% bei 46, XX / 46, XY- (Mosaikbildungen) und zu 10% bei 46, XY- Chromosomensatz vor. Bei dieser Fehlbildung findet sich sowohl ovarielles als auch testikuläres Gewebe innerhalb einer Keimdrüse, beider Keimdrüsen oder gekreuzt in den bilateral-symmetrisch angelegten Gonaden. Über den Pathomechanismus dieser seltenen Fehlbildung ist wenig bekannt; sie entsteht wohl durch persistierende Entwicklungen des medullären und des kortikalen Gewebematerials der indifferenten Gonaden. Auch diese gonadale Fehlbildung geht natürlich mit Missbildungen des äußeren Genitals und der entsprechenden akzessorischen Abschnitte einher.
Häufig persistieren von dem – je nach Geschlecht – zurückgebildeten Wolffschen- oder Müllerschen Gang Relikte, die üblicherweise völlig unauffällig und ohne pathologische Folgen sind.
Die äußerst komplexen Umwandlungs- und Differenzierungsprozesse, die zu den akzessorischen Geschlechtsdrüsen und dem Äußeren Genitale führen, sind in der nächsten Lehreinheit dargestellt.
