Segel- und Taschenklappenbildung
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Herz II
- Fehlbildungen der Herzklappen k können begleitend bei verschiedenen - bereits beschriebenen - Herzfehlern auftreten. Weiterhin können Stenosen durch pränatale Fehlbildungen entstehen. Diese betreffen u.U. die Pulmonalklappen, wodurch eine Hypertrophie des rechten Ventrikels hervorgerufen wird. Auch eine Stenose der Aortenklappen ist als Fehlentwicklung beschrieben, die zu einer Hypertrophie des linken Ventrikels führt.
- Eine Atresie der Mitralklappe geht einher mit dem Hypoplastischen- Linksherz-Syndrom, das aufgrund weiterer ausgedehnter Fehlbildungen nicht überlebensfähig ist.
Horizontalschnitte
Die Segelklappenbildung ist in nebenstehender schematischer Animation in der Frontalebene kontinuierlich dargestellt, die Taschenklappenbildung wird in Form von Querschnitten durch den Truncus arteriosus vorgestellt.
Segelklappen:
Noch ist das Ventrikelseptum nicht geschlossen, der Shuntmechanismus im Atrium ist voll entwickelt.
Nach Septumschluss bilden die Ventrikelwand Trabekel, Endokardkissen und Wandmaterial (Bereich des Sulcus atrioven-tricularis) die Segel (Cuspes).
Die Trabekel bilden Matrizen der Papillarmuskeln, die Chordae tendinae sind großlumig und trabekelartig.
Die Segelbildung und die Umwandlung in sehnige Chordae tendineae und Musculi papillares sind abgeschlossen.
Taschenklappen:
Es lassen sich die Bulbuswülste und Wandverdickungen der ventralen und dorsalen Truncus arteriosus-Wand erkennen.
Die Bulbuswülste verschmelzen und die Verdickungen der ventralen und dorsalen Truncuswand vergrößern sich zu Materialquellen für die Valvulae.
Die Bulbuswülste sind Materialquellen für die Entwicklung der Valvulae semilunares dextrae et sinistrae (Aorta, T. pulmonalis).
Truncus pulmonalis und Aorta sind vollständig getrennt, die Wülste der Wandungen bilden sich zu den Valvulae semilunares um.
