Entwicklung Kreislaufsystem I
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Kreisläufe
Die Entwicklung des Kreislaufsystems nimmt ihren Ursprung im Dottersack. In dessen Mesoderm differenzieren sich Mesenchymzellen zu Stammzellen für Angio- und Hämatoblasten. Die Angioblasten bilden endothelumgebene venolenartige Lakunen, die Hämatoblasten wandeln sich zu kernhaltigen Erythrozyten um. Diese primären blutgefüllten Lakunen werden als Blutinseln des Dottersacks bezeichnet.
Das Insert in der nebenstehenden Bildfolge zeigt zur Verdeutlichung der Blutinsel-Differenzierung einen histologischen Schnitt durch die Wand des Dottersacks.
Das Entoderm ist als Epithelschicht ausgebildet, die den Dottersack auskleidet. Die Mesenchymzellen des Dottersackmesoderms (extraembryonale Visceropleura) besitzen zahlreiche Fortsätze, mit denen sie untereinander in Kontakt stehen. An der abluminalen Oberfläche des Dottersacks sind die Mesenchymzellen epitheloid ausgebildet. Bestimmte Mesenchymzellen des Dottersackparenchyms wandeln sich zu Stammzellen (rot) für Angioblasten (rotbraun) und Hämatoblasten (fliederfarben) um. Die Angioblasten bilden zunächst kein geschlossenes Endothelrohr, zwischen ihnen befinden sich breite Lücken, die durch neu entstehende Zellen geschlossen werden. Die Hämatoblasten schmelzen ihre Fortsätze ein und nehmen eine abgeflachte Kugelgestalt an. Die typische Erythrozytenform wird aufgrund der Kernhaltigkeit nicht erreicht.
