Lungenentwicklung IV
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Entwicklung der Lunge
- Ausreichende Surfactant-Sekretion beginnt in der 26. - 28. Woche. An der Reifung der Pneumozyten Typ II sind Thyroxin und Glucocorticoide beteiligt. Bei Atemnotsyndrom von Neonaten kann synthetisches oder tierisches Surfactant verabreicht werden.
- Als Lungenhypoplasie bezeichnet man eine Minderentwicklung des Lungenparenchyms, die üblicherweise auf congenitale Diaphragmahernien zurückzuführen ist.
Der Übergang von der sakkulären zur alveolären Phase findet in der Regel während des 8. bis 9. Schwangerschaftsmonats (ab 32. Woche) statt. Um die dramatischen Veränderungen der Sacculus- wände besser zu verstehen, wird in der nebenstehenden Animation eine weitere Ausschnittsvergrößerung angeboten.
Die bereits relativ dünn gewordenen Wände zwischen benachbarten Sacculi alveolares bestehen aus iso- bis flachprismatischem Epithel, das einer dünnen Basalmembran aufliegt. Das parenchymatöse lockere Bindegewebe der Wände enthält Fibrozyten und Blutkapillaren (sowie nicht dargestellte Lymphkapillaren). Noch besitzt das Epithel Ähnlichkeit mit Drüsenepithelien.
Mit Fortschreiten der Entwicklung flacht sich das Epithel der Sacculi ab, die Wände zwischen benachbarten Alveolen werden merklich dünner, das Kapillarnetz wird durch zahlreiche Aussprossungen dichter und das histologische Aussehen geht in das typische Erscheinungsbild der Alveolen über. Interessant ist die Ausformung von zwei Epithelzelltypen, dem flachen, weitausgebreiteten Pneumozyten (Alveolarepithelzelle) vom Typ I (Gasaustausch) und dem ins Lumen vorgewölbten sekretorisch aktiven Pneumozyten vom Typ II (Surfactant-Sekretion).
Die drastische Abflachung der Pneumozyten vom Typ I, getrieben durch Surfactant erfolgt prinzipiell erst nach der Geburt, wenn sich die Lunge mit Luft füllt. Die endgültige Alveolenzahl wird im 8. Lebensjahr erreicht.
