Entwicklung Harnsystem II
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Nierenentwicklung
- Wesentlicher Induktor für die Entwicklung des Metanephros ist die Ureterknospe. Fehlt diese so kommt es zur Agenesie der Niere: ist diese einseitig (häufig bei Mädchen, meist linksseitig, 1:1000), kompensiert die kontralaterale Niere durch Hypertrophie. Ist sie beidseitig (1:3000), so verstirbt das Neugeborene meist innerhalb weniger Tage nach der Geburt. Doppelseitige Nierenagenesie ist mit weiteren Fehlbildungen verknüpft.
- Durch eine frühzeitige Aufspaltung (Dichotomie) der Ureterknospe kann eine Verdopplung des Ureters auftreten. Werden zwei Ureteren aus einem Ductus mesonephricus angelegt, führt dies zur Bildung von Doppelnieren.
Entwicklung des Harnsystems in situ II
Gegen Ende der 5. Woche ist das mesonephrogene Gewebe als Matenalgrundlage für die Gonadenentwicklung fertiggestellt, der Ductus mesonephricus steht bereit, die Aufgaben des Wölfischen Ganges zu übernehmen (s. Genitalentwicklung). Weiterhin sind die Metanephroi angelegt. Um die Umformungsvorgänge an der Kloake nicht zu maskieren, wurde lediglich der rektoanale Abschnitt des Darmrohrs dargestellt.
Die Ductus mesonephrici sind mit der Kloake verschmolzen, die Trennung von Ureter und Wölfischem Gang ist eingeleitet. In den Metanephroi ist eine erste dichotome Aufteilung der Ureterknospe zu erkennen. Die Bildung des Septum urorectale ist in vollem Gange.
Die Trennung von Wölfischem Gang und Ureter ist vollständig, dabei kommt die Einmündung des Ureters in die Kloake proximal der Einmündung des Wölfischen Ganges zu liegen. In der Niere ist die zweite dichotome Aufzweigung - Entwicklung des Nierenbeckens und der Nierenkelche - dargestellt. Der rectoanale Abschnitt des Darmrohres ist komplett von den urogenitalen Ausgangssystemen getrennt.
