Ausgangssituation
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Vegetatives Nervensystem
- Die Neuralleistenzellen sind vor ihrer Wanderung wenig differenziert. Offenbar ist für die Migrationsstrecke und das Migrationsziel ein Bukett aus Faktoren des Passage- bzw. Zielgewebes ausschlaggebend. Knorpel (Chondroitinsulfat) hemmt die Migration, gequollene Hyaluronsäurenetzwerke bieten Raum für die Wanderung der Neuralleistenzellen.
- Transplantationsexperimente zeigen, dass sakrale für den Parasympathikus vorgesehene Neuralleistenzellen im Nebennierenmark adrenerg werden, presumptive sympathische Neuralleistenzellen entwickeln sich in entsprechender sacraler Umgebung dagegen zu cholinergen Nervenzellen.
Ausgangsmaterial für die Entwicklung des peripheren Nervensystems, so auch des vegetativen Nervensystems, ist das Neuralleistenmaterial. Die gleichförmig, undifferenziert erscheinenden Zellen dieser Materialquelle beginnen ihre Wanderung in prinzipiell drei verschiedene Richtungen (Pfeile): ein Teil der Zellen wandert in die Haut, um sich in Melanozyten zu differenzieren.
Ein weiterer Zellpool wandert in eine Position neben dem Neuralrohr, um die Spinalganglien auszubilden. Die dritte Population der Neuralleistenzellen begibt sich auf eine zum Teil sehr lange Wanderung und bildet parasympathische Hirnnerven und Sakral-Nervenganglien (lange Wanderwege) sowie sympathische Grenzstrangganglien (kurze Wanderwege) und die jeweils zugehörigen organnahen (internen) und organfernen Ganglien der Organe und Organsysteme (punktierter Pfeil).
Um die Ausgangssituation zu verdeutlichen, werden zuerst nochmals die neuralrohrnahen Entwicklungsprozesse der Somiten dargestellt.
