Einleitung
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Entwicklung der Extremitäten
Die Extremitätenentwicklung ist auf Grund der Verschmelzung von Material aus verschiedenen Körpersegmenten und der erheblichen Diversität der auszubildenden Strukturen nicht ganz einfach zu verstehen.
Ausgangsmaterial sind Anteile des hypaxonischen Sklero-, Myo- und Dermatoms der Somiten von C5 bis Th1 (Arm) und L1 bis S3 (Bein). Dieses Material durchläuft Fusionsprozesse, starke Proliferationen (besonders stark im distalen Bereich) und Apoptosevorgänge, um die endgültige Extremitätenform und -funktion herauszubilden. Sprossungs- und Proliferationsprozesse, auf der Basis von chemotaktischen Signalen, führen zur Ausbildung der Kreislauf- und Innervationskomponenten.
Die komplizierten Entwicklungsprozesse der Extremitäten führen zu einer erheblichen Anfälligkeit gegenüber Fehlentwicklungen. Nicht nur genetische Defekte führen zu Nicht-, Minder-, Fehloder Mehrfachentwicklungen, insbesondere während der Initialphase der Extremitätenentwicklung ist diese empfindlich gegen teratogene Stoffe (z.B. Thalidomid = Contergan®, Hydantoin, Alkohol u.v.a.m.).
