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Embryologie

Lamellenknochen II

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Entwicklung der Knochen

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An der vergrößerten Darstellung eines einwachsenden Blutgefäßes (Kapillarschlinge; s. Kästchen) können die Umbauprozesse vom Geflechtknochen zum Lamellenknochen erklärt werden.

Aus den kapillären Schlingen treten junge Osteoklasten aus und eröffnen Kanälchen im Geflechtknochen.

Undifferenzierte Stammzellen des Binde- und Stützgewebes gelangen in die Kanälchen und differenzieren sich zu Osteoblasten. Diese lagern sich schichtweise konzentrisch um die Blutgefäßschlinge an der inneren Oberfläche des vorhandenen Geflechtknochens an. Mit fortlaufender Entwicklung mauern sich diese Osteoblasten komplett in von ihnen produzierte Knochengrundsubstanz ein, die erste Knochenlamelle (10-15um dick) ist hergestellt. Nun erfolgt der gleiche Prozess durch die Anlagerung einer weiteren Schicht von Osteoblasten an diese neugebildete Lamelle. Dies wiederholt sich, bis etwa 4-6 Lagen von Lamellen neu gebildet sind und den zuvor eröffneten Knochenkanal (Ausnahme zentrale Gefäßschlinge) ausfüllen. Man nennt diese Lamellen, welche komplexe konzentrische Systeme bilden, Speziallamellen. Durch die kontinuierlichen Wiederholungen dieser Vorgänge wird schließlich der gesamte Geflechtknochen in Lamellenknochen umgebaut. Längs zur Knochenachse verlaufende Lamellensysteme sind Havers-Systeme, querverlaufende sind Volkmann-Systeme.

© 2026 Dr. Senckenbergische Anatomie | Goethe-Universität Frankfurt

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