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Embryologie

Keimblattbildung II

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Extraembryonales Mesoderm Bildung von Amnion, Dottersack und Chorion

Durch starkes Wachstum des Trophoblasten löst sich das Blastozystenepithel vom primären Dottersack und bildet einen Spaltraum. Im extraembryonalen Randbereich der Keimscheibe wird in diesen Spaltraum ein neuer Gewebevorrat angelegt, der als extraembryonales Mesoderm bezeichnet wird. Die Zellen dieses Materials proliferieren massiv und lagern sich:

1. außerhalb von Amnionhöhle u. Dottersack (innere Schicht) und
2. innerhalb des Blastozystenepithels (äußere Schicht) an.

Dadurch entsteht ein zweischichtiges Amnion, ein zweischichtiger Dottersack und, als Anteil des Trophoblasten, ein zweischichtiges Chorion (zusammengesetzt aus Blastozystenepithel und extraembryonalem Mesoderm). Der dazwischenliegende Spaltraum ist das extraembryonale Zölom (Coelom = Leibeshöhle allseitig umgeben von Mesoderm).

In der Folge (d13) beginnt der Dottersack sich seitlich einzuschnüren bis er komplett zweigeteilt ist. Der embryonahe Anteil des Dottersacks ist der sekundäre oder definitive Dottersack, die Reste des abgeschnürten Anteils (primärer Dottersack) wandern zur abembryonalen Seite des Choriums und gehen später zugrunde.

Durch zahlreiche Zellteilungen nimmt die Anzahl der Zellelemente von embryonalen und extraembryonalen Anteilen stark zu und der gesamte Keimling gewinnt an Größe.

© 2026 Dr. Senckenbergische Anatomie | Goethe-Universität Frankfurt

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