Spaltenbildungen
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Entwicklung des Gesichts

Von der Orbita (gekennzeichnet durch die mittlerweile eingesenkte Linsenplakode) reicht die nun erstmals (d35) zu erkennede Nasolacrimalrinne (= Orbitofacialrinne) bis zur Riechgrube. Sie wird begrenzt durch den lateralen Nasenwulst und den Oberkieferfortsatz. Proliferation dieser Fortsätze führt zur Bildung des Nasolacrimalkanals (d56). Bei ausbleibendem Verschluss liegt das Bild der schrägen Gesichtsspalte vor. Ein breiter Spalt besteht zwischen medialem Ende des Oberkieferfortsatzes und dem medialen Nasenwulst (d35). Durch starkes Wachstum nähern sich diese Fortsätze und verwachsen in der Regel (d56). Bleibt diese Verwachsung aus, kommt es zum Lippen-(kiefer-)spalt (u.U. in Kombination mit schrägem Gesichtsspalt). Auch die medialen Nasenwülste verwachsen miteinander und bilden den mittleren Teil der Oberlippe, das Zwischenkieferelement und die Scheidewand der äußeren Nase (>d56). Fehlbildung führt zur medianen Oberlippenspalte. Die Unterkieferwülste verwachsen bereits frühzeitig (d39), manchmal persistiert jedoch eine mediane Unterlippenspalte.
Zwischen Mandibular- und Hyoidbogen entsteht der Hyoman- dibularspalt, aus dem sich später der äßuere Gehörgang (Meatus acusticus externus) bildet (d49). Die warzenartigen Erhabenheiten (Ohrmuschel-, Auricularhöcker) des Mandibular- und Hyoidbogens sind Materialquelle für die verschiedenartigen Vorwölbungen der definitiven Ohrmuschel.
