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Embryologie

Indifferente Gonadenentwicklung I

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Entwicklung Geschlecht

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Die Zellen der Keimstränge bilden einen chemotaktisch wirkenden Wachstumsfaktor (TGFß-Familie), der die Urkeimzellen anlockt und zur Proliferation veranlasst.

Die Entwicklung des Genitalsystems wird in zwei Kapiteln bearbeitet: Das erste Kapitel widmet sich der Entstehung der Gonaden und der grundsätzlichen Ordnung der zugehörigen Gangsysteme. Das zweite Kapitel beschreibt die Entwicklung des äußeren Genitals und der akzessorischen Genitaldrüsen.
Die Gonaden und ihre Gangsysteme gehen auf zwei Materialquellen zurück. Einerseits wird für die tubulären und parenchymatösen Komponenten der Gonaden das Material des Mesonephros genutzt, das vielfältigen Umgestaltungen unterliegt. Die Geschlechtszellen dagegen entstammen dem extraembryonalen Mesoderm, das zwischen Alantois und Dottersack gelegen ist. Die Endabschnitte der Gangsysteme nutzen Material der Kloake, das heißt Abkömmlinge des Entoderms.

Zur genaueren Demonstration der Entwicklungsvorgänge innerhalb des Mesonephros wird ein Querschnitt des Embryos gezeigt.

Auf der Dorsalseite der Leibeshöhle finden wir das Gewebe des Mesonephros, sowie ventro-medial davon gelegene Epithelverdichtungen. Diese Verhältnisse werden durch eine Ausschnittvergrößerung verdeutlicht. Alle Strukturen sind in nebenstehender Zeichnung beschriftet. Die Urgeschlechtszellen haben ihr Ziel am Mesonephros noch nicht erreicht.

Um den weiteren Wanderweg der Urgeschlechtszellen zu verfolgen, gehen wir zurück auf die Übersichtsdarstellung in situ. Die Urgeschlechtszellen haben ihr Ziel erreicht.

Durch eine neuerliche Schnittdarstellung mit anschließender Ausschnittvergrößerung wird die Position der Urgeschlechtszellen im Mesonephros verdeutlicht.

Die Urgeschlechtszellen beenden ihre Wanderung, in dem sie in das proliferierende Keimepithel eindringen.

© 2026 Dr. Senckenbergische Anatomie | Goethe-Universität Frankfurt

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