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Embryologie

Indifferente Gonadenentwicklung II

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Entwicklung Geschlecht

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Selten persistieren bei der Frau Reste der Urnieren-Nephrone. Sie sind dann im Bereich der Ovarien als Appendix vesiculosa, Epoophoron oder Paroophoron zu beobachten.
Beim Mann kann eine Appendix epididymidis oder eine Paradidymis im Bereich des Nebenhodens persistieren.

Parallel zur Wanderung der Urgschlechtszellen findet die Ausdifferenzierung der Gangsysteme, die die Geschlechtsprodukte abtransportieren statt. Zunächst beginnt die Rückbildung des im Ausgangsbild noch vollständig entwickelten mesonephrogenen Glomerulums. Diese ist bei der Frau in der Regel vollständig, beim Mann persistieren wenige Tubulusabschnitte einiger Nephrone der urniere als Ductuli efferentes (s. Entwicklung der männlichen Gonade).

Sowohl das Gewebe des Mesonephos als auch die Blutversorgung sind weit zurückgebildet, der Ductus mesonephricus bleibt jedoch vollständig erhalten.

Parallel lässt sich eine zunehmende Einsenkung am oberen Pol des Mesonephros erkennen. Diese Einsenkung entwickelt sich in caudaler Richtung zu einem neuen Gang.

Am Ende dieser Entwicklungsschritte sind der Wolffsche Gang als Derivat des Ductus mesonephricus und der Müller'sche Gang ausgebildet. Letzterer entsteht als rinnenartige Einstülpung des Peritoneums auf der Gonadenanlage.

Eine Darstellung der Verhältnisse im gesamten Embryo finden Sie links unter "Ansicht in toto".

© 2026 Dr. Senckenbergische Anatomie | Goethe-Universität Frankfurt

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