Leberentwicklung II
Situs Retrositus >
Leberentwicklung
Die Leberknospe verlängert sich durch Proliferation ihres Epithels. Bald (d26) bildet sie eine weitere Aussackung, die Anlage der Gallenblase. Gleichzeitig beginnt durch starkes Wachstum der linken Darmwand unterstützt durch die Rotation des Darmrohres und eine relative Verlagerung der Leberknospe und der ventralen Pankreasknospe auf die rechte, später auf die dorsale Seite des Vorderdarmrohres.
Das Epithel der Leberknospe kommt in Kontakt mit dem Mesenchym des Septum transversum. Dieses induziert die dichotome Aufzweigung der Leberknospe in immer zahlreicher werdende tubuläre Abschnitte, die zunächst den Gallengängen der Leberlappen, dann der Lebersegmente und schließlich der Leberläppchen entsprechen. Parallel zur Proliferation und Aufzweigung der Leberknospe findet das Wachstum und die Verzweigung der Vena portae und Arteria hepática propria statt. Das Einwachsen der Venae hepaticae bis hin zu den Venae centrales erfolgt im Vergleich zu Vena portae und Arteria hepática propria verzögert.
Der Kontakt des Leberknospenepithels mit dem Mesenchym des Septum transversum induziert auch die Umwandlung der Epithelzellen in Leberparenchymzellen. Die histologischen Aspekte sind auf der Folgeseite (S.5) beschrieben.
