Skip to main content

Embryologie

Leberentwicklung III

Situs Retrositus >

Leberentwicklung

[ 5/11 ]

Um die histologischen Prozesse der Leberentwicklung darzustellen, wird zunächst das Ende eines Gallenganges der Leberanlage herausvergrößert. Man erkennt das Epithel des Gallenganges sowie Leberzellplatten. Diese organisieren sich durch Proliferation und Zusammenlagerung von frühen Leberparenchymzellen. Bis zu 5 Zelllagen kondensieren und bauen parallel und senkrecht zu den Gallengängen gestellte Zellplatten auf. Zwischen den Leberzellplatten sind Blutinseln und Mesenchymnester (aus Material des Septum transversum) eingelagert. Von diesen Elementen geht die Entwicklung der Lebersinusoide (Endothel) und der Hämatoblasten für die hepatische Blutbildung aus. Das Mesenchym wandelt sich auch in das Bindegewebe der Glisson- sehen Triaden um, in dem die Gallengänge und Äste der Vena portae und Arteria hepatica propria verlaufen.

Im weiteren Verlauf organisieren sich die Leberparenchymzellen der Leberzellplatten zu typischen Leberzellbalken um (dies sind Doppellagen von Leberparenchymzellen, die basal miteinander verbunden sind). Basal bilden die Plasmalemmata benachbarter Leberparenchymzellen einander gegenüberliegende Rinnen aus, die gemeinsam jeweils ein Gallenkanälchen bilden; sie nehmen im Bereich der Glissonschen Triaden Kontakt zu den Gallengängen auf. Sekundär erfolgt auch der Anschluss der Lebersinusoide an die Äste von Arteria hepática propria und Vena portae sowie an die Vena centralis als Ast der Vena hepatica.

© 2026 Dr. Senckenbergische Anatomie | Goethe-Universität Frankfurt

Test-Navigator

Test 1 • Test 2 • Test 3 • IMPP
Test 1 • Test 2 • IMPP
Test 1 • Test 2 • IMPP

Alle Tests im Überblick