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Embryologie

Kehlkopfentwicklung

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Entwicklung der Lunge

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  • Die Proliferation der Arytenoidwülste ist derart stark, dass sie zwischenzeitlich das gesamte Lumen des primären Kehlkopfs verlegen. Eine Rekanalisation erfolgt erst wieder nach der 9. Entwicklungswoche. Bei fehlender oder unvollständiger Rekanalisation kommt es zur seltenen Larynxatresie (Komplettverlegung), Larynxstenose (Verengung) oder zum Larynxdiaphragma (häutiger, unvollständiger Membranverschluss im Bereich der Plicae vocales). Begleitend sind dabei vergrößerte Lumina des Bronchialbaums, vergrößerte Lungen und Diaphragmatiefstand zu beobachten.
  • Die Epiglottis ist zum Geburtszeitpunkt relativ sehr groß und reicht mit ihrer dorsocranialen Spitze bis in den Nasopharynx. Dadurch ist das gleichzeitige Trinken und Atmen möglich. Aufgrund des überaus schnellen Wachstums der anderen Larynxanteile erreicht die Epiglottis ihre endgültige Ausformung und Positionierung erst im 3. Lebensjahr.

Der Kehlkopf entsteht am cranialen Pol des Laryngotracheal- schlauchs caudal der 4. Schlundtasche.
Um die Entstehungsmechanismen gut darzustellen, eröffnen wir den Oesophagus in frontaler Richtung und schauen von dorsal auf den Glottisbereich.
Wie in nebenstehender Animation dargestellt, besteht zunächst eine schlitzförmige Verbindung (primäre Glottis) zwischen Vorderdarm und Larygotrachealschlauch. Durch Proliferation des Mesenchyms des 4. Kiemenbogens entwickeln sich seitlich der primären Glottis die Arytenoidwülste. Sie lassen zum Hypobranchialwulst hin einen horizontalen Spalt offen, so dass eine T-förmige Öffnung zum Kehlkopf entsteht.
Der Hypobranchialwulst gliedert sich in einen cranialen und einen caudalen Anteil: Der craniale Anteil ist Ausgangsmaterial für die Zungenwurzel, der caudale entwickelt sich durch starkes dorsal gerichtetes Wachstum zur Epiglottis. Die Kehlkopfmuskulatur geht auf Mesenchym des 4. und 6. Kiemenbogens zurück.

© 2026 Dr. Senckenbergische Anatomie | Goethe-Universität Frankfurt

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