Entwicklung Harnsystem I
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Nierenentwicklung
- Die Bläschen des Pronephros gehen bald nach ihrem Erscheinen wieder zugrunde, eine Kapillarschlinge wird nicht entwickelt.
- Der Ausführungsgang der Vomiere (Ductus pronephricus) könnte jedoch die Differenzierung des Urniere (Mesonephros) induzieren. Auch die Urnieren produzieren keinen Harn, sezernieren aber Flüssigkeit, welches aus dem Fruchtwasser aufgenommen wurde und über den Kapillarknäul des Nephrons in den Ureter abgegeben wird.
- Wird der Ductus mesonephricus nicht ordnungsgemäß angelegt, bedeutet dies, dass in der Folge keine Ureterknospe und damit keine Nachniere entstehen kann (Nierenagenesie).
Entwicklung des Harnsystems in situ I
Zunächst wird schematisch die räumliche Anordnung des nephrogenen Gewebestrangs in einem 21 Tage alten Embyo dargestellt. Der Pronephros (Vomiere) befindet sich im Halsbereich, zu erkennen sind im nephrogenen Vornierengewebe 3 Glomerula und der Ductus pronephricus (Vornierengang).
Bei einem 25 Tage alten Embryo ist im nephrogenen Gewebe bereits der Mesonephros (Urniere) entwickelt. Dieser bildet sukzessive bis zu 40 Nephron-Paare aus, jedoch lassen sich zu keinem Zeitpunkt mehr als 30 Paare beobachten (hier vier Paare gezeichnet). Während die cranial angelegten Nephrone rückgebildet werden, entstehen caudal weitere Nephrone. Etwa 20 Nephron-Paare im oberen Lumbalbereich werden später für die Ausbildung der samenableitenden Strukturen genutzt (Nebenhoden, Epididymis). Parallel zur Bildung der Mesonephroi setzt sich - ausgehend vom Ductus pronephricus - die Entwicklung des Ductus mesonephricus (Urnierengang) in Richtung der Kloake fort.
Zum Zeitpunkt d28 - d30 beginnt die Ausbildung des Metanephros (Nachniere). Die Nachniere wird induziert durch das Aussprossen der Ureterknospe aus dem Urnierengang und ihr Einwachsen in das metanephrogene Gewebe.
Zum Abschluss der Sequenz wird ein Embryo am Ende der 5. Woche dargestellt, bei dem der Ductus mesonephricus die Kloake erreicht hat, jedoch noch nicht mit ihr verschmolzen ist.
