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Embryologie

Entwicklung Nephron I

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Nierenentwicklung

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Es sollte nochmals erwähnt werden, dass in der Animation die Entwicklungsschritte zum Pronephros nur ansatzweise, zum Mesonephros regelgerecht und zum Metanephros hin vereinfacht dargestellt sind. Die Glomerula des Pronephros gehen bereits vor der Ausbildung eines funktionellen Nephrons in der vierten Embryonalwoche zugrunde (Apoptose). Die Glomerula des Mesonephros werden in der sechsten Woche zurückgebildet, ihre zugehörigen Gangsysteme bleiben für die Ausbildung der Samenabführenden Wege erhalten. Sie verbinden sich mit dem Rete testis, das der Gonadenanlage entstammt.

Aus einem Schnitt durch die Mitte eines Embryos von 21 Tagen wird zunächst das intermediäre Mesoderm herausvergrößert.

Im nephrogenen Gewebe sind Zellansammlungen dargestellt, die Ausgangsmaterial für die verschiedenen Nierengenerationen sind.

Prinzipiell entwickeln sich alle Nierengenerationen gleichartig: Im nephrogenen Gewebe kondensieren mesenchymale Zellen (1.) zu epitheloiden Bläschen, die einen Durchmesser von ca. 100um besitzen. Weiterhin kondensieren lateral davon Zellen (2.) zu Tubuli, die sich parallel zur Chorda dorsalis erstrecken. Aus der A. dorsalis sprossen Gefäßäste in Richtung der epitheloiden Bläschen aus.

In einem weiteren Entwicklungsschritt bildet sich ein Verbindungsgang zwischen Bläschen und Tubulus. So verschmelzen späteres Glomerulum und intrarenales Gangsystem.

Nun stülpt sich das Bläschen - ähnlich einem luftleeren Ball - auf der medialen Seite ein. In diese Einwölbung wächst der Gefäßast der Aorta dorsalis vor und bildet eine Kapillarschlinge. Damit ist das Nephron, die Grundeinheit der Niere, angelegt.

© 2026 Dr. Senckenbergische Anatomie | Goethe-Universität Frankfurt

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