Physiologischer Nabelbruch
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Darmentwicklung
Beim etwa vier Wochen alten Embryo erscheint die Lungenknospe als entodermale Aussackung der ventralen Wand des Vorderdarms.
Den aus den vorherigen Seiten bereits bekannten Sagittalschnitt nebenstehender Abbildung überführen wir in eine schematische Gesamtansicht des Embryos.
Am Tag 28 besteht die Darmanlage aus einem unregelmäßig geformten Rohr, das vom Vorder- zum Hinterende des Embryos reicht.
Beim vier Wochen alten Embryo wird die Magenanlage caudal des Diaphragma als spindelförmige Erweiterung des Vorderdarms sichtbar. Der Dottersack ist noch vorhanden.
Durch rasches Längenwachstum des Mitteldarms bildet sich während der 5. Entwicklungswoche eine nach ventral weisende Schleife, die Nabelschleife. An ihrem Scheitel befindet sich der Dottersackstiel. Bedingt durch anhaltendes Längenwachstum der Nabelschleife (sowie der enormen Größenzunahme der Leber) kommt es in der 6. Woche zum Vorwachsen der Darmschlingen in die Nabelschnur. Diese Verlagerung von Teilen des Darms aus der embryonalen Bauchhöhle heraus nennt man den physiologischen Nabelbruch.
